Technikinfo: Brillant verbunden – Die richtige Klebetechnik ist nicht selbstverständlich

22.03.2010

Verklebungen zwischen einzelnen PMMA-Teilen lassen sich auf unterschiedlichste Weise realisieren. Von Ein- bzw. Mehrkomponentenklebern bis zu Adhäsionsfolien und UV-Systemen werden vielfältige Varianten eingesetzt. Je nach Endprodukt können jedoch beim Einsatz des falschen Klebesystems unangenehme Überraschungen auftreten. Bei der Auswahl des Klebstoffes sollten sich die Überlegungen und Tests nicht, wie in der Praxis häufig anzutreffen, auf „Hält oder Hält nicht“ beschränken.

In der Regel wird bei der Verklebung von Produkten aus PMMA auf die Standardlösungen der PMMA-Hersteller zurückgegriffen. Diese Lösungen sind haltbar und je nach Klebesystem einfach in der Anwendung, weisen jedoch aufgrund ihres breiten Einsatzspektrums Schwächen in speziellen Einsatzbereichen auf.

Im Maschinen- und Anlagenbau wurden in den letzten Jahren vermehrt großflächige Schutzhauben und Scheiben aus PMMA anstelle von klassischen Verschutzungslösungen aus Metall eingesetzt. Neben dem herausragenden Design ist in diesem Bereich insbesondere die Prozessvisualisierung meist Hauptmotivation für den Einsatz von PMMA. Baugruppen dieser Art müssen im Alltag höchsten Beanspruchungen gerecht werden. Kurze Prozesszeiten ermöglichen eine schnelle Beschickung der Anlage, verbunden mit häufigem Öffnen und Schließen der Verschutzung. Stöße, Schläge und Vibrationen wirken hierbei permanent auf die Verkleidung und deren Verklebungen ein. Die Verwendung des falschen Klebesystems kann in einer solchen Baugruppe vielfältige Auswirkungen haben. Bei schwacher Adhäsion führen Stöße und Schläge schnell zum Bruch der Klebenaht, während Kleber mit starker Adhäsion häufig Eigenspannungen im Material verursachen. Im Prozess auftretende Vibrationen führen in diesem Fall auf Dauer zu Spannungsrissbildung und damit zum Versagen der gesamten Konstruktion. 

Deshalb ist die Auswahl des richtigen Klebesystems unter anderem abhängig von Einsatzbereich, äußeren Einflüssen, der Form und der Vorbehandlung des Werkstoffes. Der Einsatz eines idealen Klebers erhöht die Haltbarkeit eines Produktes enorm und senkt somit Kosten für Service, Reparatur und Instandhaltung. Zusätzlich sind hochwertige Verklebungen absolut glasklar und somit quasi unsichtbar was den Wertigkeitseindruck eines Produktes oder einer Anlage deutlich steigert.

Die Schäfer Kunststofftechnik GmbH entwickelt die eigene Klebetechnologie ständig weiter und optimiert sie für nahezu jede denkbare Anwendung. Kunden profitieren von diesem Know-how, wenn die Einbindung in den Entwicklungsprozess frühestmöglich erfolgt. Dadurch kann eine optimale Systemlösung gewährleistet werden, welche sich von gängigen Lösungen deutlich abhebt und für Kunden einen echten Wettbewerbsvorteil darstellt.

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